Hearts on Fire – Haunt beim FullMetal Osthessen
Konzert Review
Genau 4 Jahre nach der HAUNT – Seven Sisters Tour durch Deutschland im Frühjahr 2020 und sechs Alben später, kommen HAUNT wieder nach Deutschland!

Ihr zweites Konzert des vierzehntägigen Europaabenteuers der 4 Califonia Boys führte sie zum zweitägigen Full Metal Osthessen Festival in die Provinz. Der Weg dorthin war jedoch begleitet durch einen schweren Unfall auf der Autobahn, der die Jungs ohne Verpflegung, Rauchwaren und Toilette geschlagene 5 Stunden in ihrem Van schmoren ließen. Der Versuch zu Wenden und in der Rettungsgasse zurückzufahren wurde von der Hessischen Highway Patrol unterbunden, sodass die sie den geplanten Auftritt vor den Schweden Screamer nicht mehr einhalten konnten. Die Lösung: HAUNT wurden am Samstag Headliner des Festivals und rockten gerade noch rechtzeitig ab 23 Uhr die sehr gut gefüllte Halle in Niederjossa. Das Malheur auf der Autobahn beschäftigte Frontman Trevor William Church merkbar. Noch aus dem Stau heraus berichtete er Hard&Live , dass er so einen Megastau noch nicht erlebt habe. Weiter sagte er „In den Staaten wäre bei mehr als 3 Stunden Warten sicher bewaffnete Unruhen ausgebrochen“ und er so Hunger habe, „dass er gleich mit einem Schnitzel im Mund auftreten müssen“.
Doch so schlimm kam es nicht. Trevor und seine Boyband trafen auf 400 metal-hungrige Fans und wandelten den Reisefrust in geballte Energie um. Von der ersten Sekunde ihres Auftrittes war klar, dass Spielfreude, Hingabe und pure Energie für die nächsten knapp 80 Minuten angesagt waren.
4 Jahre ohne Shows in Deutschland zeugten davon, dass es nahezu keine HAUNT Shirts (mit Ausnahme von Ralf) im Raum gab. Das sich dies ändern wird, war schon nach Sekunden des Konzertes klar:
HAUNT räumten ab und eroberten FullMetal im Sturm. 13 Songs aus allen Scheiben wurden nacheinander abgefiert. Den Opener machte das brandneue Stück „Steel Mountains“ aus dem tags zuvor erschienenen Album `Dreamers´
Trevors Spiel auf seiner weißen Jailbreak ist überragen. Kaum einer hat so ein unerschöpfliches Repertoire an neuen Riffs, wie er. Seiner Spielfreude kann sich keiner entziehen und so spielen die 4 Musiker flüssig Klassiker, wie „Hearts of Fire“, „Light the beacon“ oder den Kracher „Burst into Flame“.
Dabei ist Trevor gut gelaunt und redet mit seiner netten Art mit dem Publikum. Er verflucht das Finanzamt mit „Fight the good Fight“, erinnert an das Elternsein, das ihm nach der Geburt seines Sohnes Rex sehr wichtig ist mit dem Song „Windows of your heart“ und gibt immer wieder Einblicke in sein Herz und Motivation.
Unterstützt wird der Heavy Metal Maniac durch 3 Vollblutmusiker, die offensichtlich eine gute Beziehung untereinander haben. An den Drums ist das Trevors alter Freund Andy Saldate aka juan_bonham, der schon in alten Beastmaker Zeiten mit Trevor Church rockt. Für das deutsche Publikum waren bis jetzt Andi Lei an der zweiten Gitarre und der Bassderwisch Sam Harman noch unbekannt. Gerade das Festivalpublikum konnte sich einen eigenen Eindruck davon machen, wie groß teilweise die Unterschiede in Musik und Performance zwischen den hiesigen Musikern und den Profis aus den Staaten sind.
Die vier Jungs von Haunt nahmen dadurch die Bühne im Sturm und schafften es auch durch Mitsinglieder, wie „Fight the good Fight“ oder „Beacon of Rememberance“ ein wahres Musikfest zu veranstalten. Wenn nicht gefühlt jeder Gast mindestens je ein Kaltgetränk bei den 7 Bands davor getrunken hätte, wäre es zur Ekstase gekommen. Bier und die späte Uhrzeit zollten ihren Tribut. Mit dem zweiten neuen Song „Serenade“ von `Dreamers´ wurde die letzte Runde des Konzerts eingeläutet. Ihm folgten die zwei Zugaben „Frozen in Time“ und „In our Dreams“. HAUNT haben abgeliefert und hunderte neue Fans gewonnen. Am Merchandise-Stand wurden sogleich die Shirts, Poster und Buttons bei den 4 netten Jungs gekauft. Sie nahmen sich Zeit für den persönlichen Austausch, Signaturen auf den Tonträgern und Gesprächen mit den Fans.
Nun drückt Hard&Live HAUNT und ihren Begleitern Screamer beide Daumen, dass die restlichen 10 Tage in Deutschland und Europe ein gleichermaßen guter Erfolg werden. Dass Trevor endlich mal ein warmes Deutschland erlebt (er klagte früher gegenüber uns, dass es hier immer Winter wäre..)
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Setlist:
Steel Mountains
It’s in My Hands
Hearts On Fire
Windows of Your Heart
Reflectors
Fight the good Fight
Light the beacon
Mercenaries
Burst into Flame
Mind Freeze
Serenade
Frozen in Time
In our Dreams
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HAUNT sind:
Trevor William Church
Andrew Alejandro Saldate IV
Andy Lei
Sam Harman
&
: Alle Bilder von Hard&Live. Bildanfragen von Bands erwünscht.
All images by Hard&Live. Picture requests from bands are welcome.

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